Für einen Spitfire interessierte ich mich, nachdem ich mit meiner Lebensgefährtin und deren Kinder zusammengezogen war. Zwei Erwachsene und zwei Kinder passen einfach nicht in den TR3 und auf einen viersitziges Cabrio wollte ich trotz schöner Optionen (z.B. Herald) nicht ausweichen. Somit war im November 2004 der Entschluß gefasst, einen weiteren Roadster anzuschaffen. Dieser sollte möglichst billig und einfach zu fahren sein. Außerdem sollte ich mit meinen 194cm natürlich auch in der Lage sein, das Auto zu fahren. Um die Ersatzteilhaltung und das benötigte KnowHow bzw Werkzeug in Grenzen zu halten, sollte es ferner wieder ein Engländer sein. Die kleine Zweisitzer-Roadsterklasse aus England besteht hauptsächlich aus MG Midget, AH Sprite und Triumph Spitfire. Das Brudergespann Midget & Sprite war etwas beengt für meine Beine und die schönen Spitfire Chrommodelle waren einfach zu teuer. Somit kam nur noch ein Spitfire MkIV oder 1500 in Betracht.

Nach dem Weihnachtsstress ging die Suche via Internet los. Zahlose Anouncen durchsuchen, endlose Telefonate, um etwas über den Zustand und den Verkaufsgrund zu erfahren usw. Im Januar 2005 fiel mir dann eine kleine Anzeige beim 1. Spitfire Club Deutschland ins Auge, wo sich ein Eigner nach 16 Jahren von seinem 1500er trennen möchte. Sofort habe ich mir einige Bilder des Fahrzeuges auf seiner Homepage angesehen und ihm danach in einem Email mein Interesse bekundet. Nach einem Telefonat versprach er, das Fahrzeug nicht vor meiner Rückkehr von einer Geschäftsreise in den USA zu verkaufen. Samstags Abends kam ich dann nach 11 Stunden Flug und mit 9-Stunden Jetlag nach Hause, nur um Sonntag früh sofort die 460km Autobahn zu ihm zu fahren und mir den Spitfire anzusehen.

Der Wagen überzeugte mich und wir wurden uns handelseinig. Nach einer Anzahlung und dem Ausfüllen des Kaufvertrages ging es schnell zurück nach Hause, bevor mich der Jetlag fahrunfähig machen konnte. Vereinbart war, den Spitfire noch bis zum Frühling beim bisherigen Eigner stehen zu lassen, damit ich ihn nicht gleich komplett mit Streusalz einsaue. Dummerweise war das ein heftiger Winter und ich konnte den Wagen erst am ersten Aprilwochenende holen. Dem bisherigen Besitzer fiel nach all den Jahren der Abschied sichtlich schwer. Wir packten noch ein gesamtes Alltagsauto voll mit Ersatzteilen incl. kompletten Motor, usw. und danach ging es los. Nach der Ankunft zu Hause gab es gleich noch eine kleine Spritztour um den Block. Somit hatte der Spitfire die ersten 500km mit mir bereits problemlos zurückgelegt.

Nach dem obligatorischen Frühjahrscheck dachte ich dann, der Spitfire braucht bis in den Herbst nur die Standardwartung und -pflege. Leider war das ein Trugschluß und so brach bereits bei der nächsten Ausfahrt nach ein paar Kilometern einer der vorderen Achsbolzen. Glücklicherweise war ich nicht schnell und konnte Schlimmeres verhindern. Somit mußte doch gleich mal die Vorderachse gemacht werden. Schwenklager, Achsträger, Bremsen, usw. neu. Im Mai 2005 lief der Wagen aber bereits wieder 800km kreuz und quer durch Oberbayern und Österreich.

Doch nun genug Gelaber. Lieber ein paar Fakten zum Auto. Der Spitfire 1500 wurde ursprünglich am 20. Mai 1975 in England gebaut und im Juni zum deutschen Generalimporteur nach Duesseldorf gesandt. Zugelassen wurde der Wagen das erste Mal am 4. August 1975 in Deutschland. Der Vorbesitzer hat den Wagen 1989 gekauft und 1991 komplett restauriert. Nach vielen schönen Urlaubstouren (unter anderem nach Schottland und England) wurde der Wagen in den letzten Jahren kaum noch genutzt. Für die kommenden Jahre sind aber wieder ein paar schöne Urlaube zusammen mit seinem großen Bruder, meinen TR3, geplant.

Hier ist noch die Geburtsurkunde vom Spitfire / Here is the birth certificate of my Spitfire:

After my girlfriend and her two children moved into my house the TR3 was not capable of get us four around. A fourseater was no option for me even if there are nice models around (e.g. Herald). In November 2004 I made the decision that an additional roadster is the preferred solution. It should be cheap and easy to drive as well as it should be British to keep the need for additional know-how and spare parts low. Also I should be able to drive it with my 6.4ft height. In the small two seating roadster class of Brits there are mainly the MG Midget, the AH Sprite and the Triumph Spitfire. In the brothers Midget and Sprite I am not really able to get my long legs in and the nice Spitfire chrome models where too expensive. Therefore the only choice was a Spitfire MkIV or 1500.

After the Christmas days I started my search via the Internet searching endless ads and having uncounted phone calls to find out something about the condition of the offered cars and why the owners want to sell it. In January 2005 I found an ad on the webpage of the 1. Spitfire Club Germany where an owner want to sell his loved car after 16 years of ownership. Immediately I looked into the details on his homepage and wrote him an email. After the following phone call he accepted to wait until I came back from a business trip to the United States. Saturday late afternoon I arrived home after an eleven hours flight and a nice jetlag due to the nine hours time difference between PST and CET. On Sunday morning I drove up the 285 miles to see the car.

The car was nice and we made the deal. I immediately drove back before the jetlag could hurt me. The agreement between the previous owner and myself was that I would pick up the Spitfire after the winter is over. Unfortunately it was a strong winter with lots of de-icing salt on the roads and therefore I picked up the car on the first weekend of April. It was a hard goodbye for the previous owner after all the years. We packed our daily car full of spare parts including a complete engine and gone back home. The following day a short trip around the block followed which brought up the first 300 miles for the Spitfire.

After the standard checks (oil, brakes, etc.) I thought there is no need for additional maintenance or repairs beside the standard stuff before the next winter. I was wrong as the pin of the vertical link which is in the bottom trunnion on the right hand front wheel broke on the first miles of the next trip. Fortunately enough I was not fast and therefore was able to stop the car on the road without additional damage. Therefore new trunnions, vertical links and some brake parts on the front axles were exchanged. In May 2005 the Spitfire was running again over 500 miles throughout Bavaria and Austria.

Enough with this story. Now to the facts of the car itself. This Spitfire 1500 was build in England on May 20th 1975 and was send some weeks later to the German Triumph dealership. On August 4th 1975 it was licensed on the German road. The previous owner bought the car in 1989 and restored it in 1991. After lots of vacation trips (including Scotland and England) the Spitfire was rarely used the last years until I bought it. In the upcoming years there are plans already to have some nice long distance vacation runs together with his older brother TR3.....